Der Jahrgang 2014 in Österreich

Light Kronos, so weit das Auge reicht

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Freeman Venus (ganz rechts) hält sich I Love You Darling vom Leibe.   www.pferderennfoto.at

Am 11. Juni ging am Trabrennplatz Wien-Krieau das Karl-Bürger-Gedenkrennen in Szene. Dieser Bewerb ist traditionell der erste Jahreshöhepunkt für dreijährige Traber und vereinigt in der Siegerliste so manches Pferd, das ein Jahr später das Österreichische Traber-Derby gewinnen konnte, darunter in neuerer Zeit Namen wie Advokat, Brubaker, Dale Qui, Nottingham oder Super Mind.

Das ursprüngliche Teilnehmerfeld und die Abstammungen:

Bürger 2017

Das Ergebnis
www.krieau.at

Fredy Venus
Light Kronos – Four Roses – Bosphorus / Mutterlinie: Anna Azoff (US)
Freeman Venus
Light Kronos – Futura November – General November / Mutterlinie: Midnight (US)
Aquila Venus
Light Kronos – Annia Power – Chergon / Mutterlinie: Minnehaha (US)
Truman Venus
Light Kronos – Tinky Winky – Bosphorus / Mutterlinie: Minnehaha (US)
I Love You Darling
Light Kronos – Dorian – Coktail Jet / Mutterlinie: Medio (US)
Ladi Venus (Nichtstarter)
Incredible Hulk – Agena Lb – Indro Park / Mutterlinie: Medio (US)
Kurt Cobain
Eilean Donon – Kanjer BD – Cobra Lobell / Mutterlinie: Daisy (Highlander) (US)
Tosca Queen
Elean Donon – Lolo Tilly – Super Tilly / Mutterlinie: Julie (Glencoe Golddust) (US)
Chillamoi 
(Nichtstarter)
Alesi OM – Mirella Gill – Supergill / Mutterlinie: Dolly USA (US)
Look The Best 
(Nichtstarter)
Alesi OM – No Panic – Supergill / Mutterlinie: Sally Sovereign (US)

Auffällig ist sofort die enorme Dominanz des Deckhengstes Light Kronos, die sich schon im Vorjahr bei den Zweijährigen manifestiert hatte. Der Italiener ist klarerweise der neue Star von Züchterchampion KR Johann Hochstaffl und dessen Stall Venus. Seine Nachkommen belegten dann auch die Ränge 1 bis 3, ursprünglich waren es sogar die ersten vier, Fredy Venus wurde als dritteingekommenes Pferd zurückversetzt.

Die weltbesten Mutterlinien spielten auch diesmal ihre Klasse aus, Midnight, Medio sowie Minnehaha sind auf den ersten drei Rängen anzutreffen.

Durchaus interessant ist, dass alle letztlich teilnehmenden Pferde in der Tschechischen Republik geboren, jedoch für den österreichischen Markt gezogen wurden. Neben den Venus-Pferden sind dies Kurt Cobain und Tosca Queen, die den Angus-Hall-Sohn Eilean Donon zum Vater haben. Der  Hambletonian-Heat-Sieger hat weite Reisen hinter sich, zuerst wurde er von den USA nach Australien exportiert, von dort ging es nach Europa, vorerst in die Niederlande, nunmehr steht der Hengst in Bravantice/Tschechien.


2017_06


© Nikolaus Matzka 2013–2017