2016 Lexington – Das Ergebnis

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Auktionsring in Lexington 
Foto: Nikolaus Matzka

Unglaubliche Zuwächse – Zufriedenheit überall

Ein wahrer Triumphzug war die diesjährige Lexington Yearling Sales, die vom 4. bis 8. Oktober in Lexington, Kentucky, über die Bühne ging. Es schien, als wäre das Geld kurzerhand abgeschafft worden, so fulminant begann schon der erste Tag. Gleich Programmnummer 1, die Pacerstute Come See The Show (v. Somebeachsomewhere), brachte 550.000 Dollar, getoppt wurde der Wahnsinn schließlich von Programm #70, Tactical Landing, einem Hengst von Muscle Hill a.d. Southwind Serena v. Varenne, somit ein Vollbruder zur unglaublichen Stute Mission Brief. Er ging für sagenhafte 800.000 Dollar über den Ladentisch.

Muscle Hill 2009 08 08

Muscle Hill
Foto: Gerard Forni

Diese zwei Pferde waren letztlich auch die teuersten der gesamten Auktion, die an allen fünf Tagen erhebliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr erbrachte (insgesamt 24,5% plus gegenüber dem Vorjahr!) und schließlich in der zweitbesten Lexington-Auktion überhaupt mündete – ein durchaus erstaunliches Ergebnis in heutiger Zeit, auch in Nordamerika …
Beide Pferde wurden übrigens von der Hunterton Sales Agency angeboten, deren Farm heute das Areal der einstigen Kultstätte Stoner Creek Stud umfasst.

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Hunterton Farm
Foto: Nikolaus Matzka

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Grabstein von Garland Lobell

Finanziell am potentesten, kaufte der seit Jahr und Tag in den USA arbeitende schwedische Trainer Jimmy Takter ein, er gab über 2 Millionen Dollar für 12 Pferde (seiner Besitzer) aus, gefolgt von einem weiteren Schweden, dem als Agent für die SRF Stables arbeitenden Robert Lindström, der für über eine Million Dollar in die Tasche (für kommende Besitzer) griff.

Nach den Durchschnittsgewinnen pro Pferd war Walnut Hall Ltd. mit über 80.000 Dollar ihrer sechs angebotenen Pferde am erfolgreichsten, am wohl imposantesten Traber-Friedhof auf deren Areal liegen gar nicht weit voneinander entfernt Valley Victory und Garland Lobell, deren Linien augenblicklich dem nordamerikanischen Trabrennsport den Stempel aufdrücken (wir wollen hier dennoch die Star´s-Pride-Linie mit Stallions wie etwa Credit Winner und Kadabra nicht vergessen, wenngleich diese schön langsam ins Alter kommen und nach Nachfolgern vor allem in der neuen Welt suchen; Selbiges scheint bei der Valley-Victory-Linie nach wie vor für Yankee Glide zu gelten).

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Der 800.000-Dollar-Jährling

Womit wir bei den Stallions wären. Muscle Hill ist bei den Trabern das Nonplusultra, seine Jährlinge brachten einen Durchschnittspreis von 114.385 Dollar, er wurde nur übertroffen vom Pacer-Stallion-Phänomen Somebeachsomewhere, dessen Nachkommen einen Durchschnitt von 123.615 Dollar erzielten. Unter die Top-10 der „Leading Sires” in Sachen Trabern gesellten sich noch Kadabra (82.091 Dollar Durchschnitt pro Jährling), Cantab Hall ($ 67.680), Conway Hall (der seinen Bruder Andover Hall mit einem Durchschnitt von 62.833 Dollar klar in den Schatten stellte, allerdings nur sechs Jährlinge aufbot) sowie Credit Winner ($ 59.842). Auch wenn er nicht in den 10er-Charts aufscheint, soll der Windsong´s-Legacy-Sohn Chapter Seven für die Zukunft erwähnt sein, er wurde von den neuen Besitzern großartig angenommen, nachdem sein erster Jahrgang auf der Bahn superb einschlug.

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Grabstein von Valley Victory
Fotos: Nikolaus Matzka

Eine komplette Statistik der Auktion gibt es hier.

Und einen Film hier.

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