Solo Nolo gewinnt sensationell das „Hunyady”

Unglaubliche Explosion der Mutterlinie in diversen europäischen Traberländern!

Solo Nolo 2014 09 27

Solo Nolo lässt im Hunyady-Memorial Your Love Lois leicht hinter sich.   www.pferderennfoto.at

Je Taime Express-JU-140928

Je T’aime Express
Foto: Gerard Forni

TAST OF BOURBON CRAVOISIER

Tast of Bourbon
Foto: Gerard Forni


RED RED RED SOFIA ARONSSON

Red Red Red
Foto: Gerard Forni

In der 115. Auflage des Graf Kálmán Hunyady-Gedenkrennens in der Wiener Krieau gab es mit Your Love Lois einen klaren Favorit in diesem europäischen Traditionsbewerb. Der neunjährige Holländer war nicht nur mit Abstand das gewinnreichste (und auch schnellste) Pferd im Feld, der Wallach kam vor allem aus vielen Schlachten in Frankreich gestählt nach Wien und wurde dann auch mit 12:10 am Toto hoch favorisiert. Hollands designierter neuer Championdriver Rick Ebbinge kutschierte den Love-You-Sohn auch bald an die Spitze, verschleppte aber offensichtlich das Tempo zu sehr, wodurch sich im Einlauf die Dinge überschlugen. Österreichs Championfahrer von 2013, Hubert Brandstätter jun., hatte mit dem in österreichischem Besitz stehenden Dänen Solo Nolo nach langem Warten am Ende des Feldes im Italiener Platone GSO ein ideales Führpferd gefunden, griff auf der letzten Gegenseite an und war auf der Zielgeraden rasch am Holländer vorbei. Eine beinahe noch größere Sensation als der Sieger (377:10) selbst war der Ehrenplatz des Österreichers Colin McKenzie (2003:10), der mit Ari Kaarlenkaski auf Flügeln endete und den ebenfalls noch an Your Love Lois vorbeiziehenden Vrai Lord (Gerhard Mayr) hinter sich ließ.

Wir sprechen also hier von einem geradezu historischen Dreifach-Triumph österreichischer Besitzer in einem der ältesten internationalen Trabervergleiche Europas. Der siegreiche Stall Amanda wurde jedenfalls für die großartigen Investitionen einmal mehr belohnt, wenngleich Solo Nolo seinem Umfeld vor allem in letzter Zeit heftiges Kopfzerbrechen bereitete, nachdem er zuvor in starker schwedischer Garnitur Einzug zu halten schien, auch aus diesem Grund die hohen Siegodds. Das Ergebnis

ANASTASIA FELLA 2013 11 18

Anastasia Fella
Foto: Gerard Forni


Solo Nolo

Rennlaufbahn von Solo Nolo
Vielen Dank an Gottfried Roschinsky!

Betrachten wir das Pedigree des Siegers und hier vor allem die Mutterlinie näher. Es ist jene der 1858 in den USA geborenen Stute Sophronia, die Linie ist auch bekannt unter dem Namen ihrer Enkelin Nancy Lee, geboren 1878. Weibliche Nachkommen dieser Linie fanden schon früh im 20. Jahrhundert den Weg aus Nordamerika nach Frankreich und Skandinavien, woraus sich letztlich eine satte Anzahl an Derbysiegern aber auch Gewinnern des Prix d’Amérique und anderen hochklassigen Prüfungen ergab, während sich die Linie in ihrem Heimatkontinent über die folgenden Jahrzehnte bis heute eher ausdünnte. Namen wie Qualita Bourbon, Mara Bourbon, Callit, Mr Lavec, Fripon Rose oder Jackhammer sollen aus dieser maternalen Linie erwähnt sein, zuletzt auch der gefragte Stallion Sam Bourbon. Interessant ist aber doch die unglaubliche Explosion dieser Mutterlinie innnerhalb der letzten Wochen:

Pippa Barosso gewinnt das Deutsche Stuten-Derby (Arthur Knauer-Rennen)
Tast of Bourbon gewinnt das Dänische Stuten-Derby
Poochai gewinnt das Schwedische Derby
Solo Nolo gewinnt das Hunyady-Memorial
Je T’Aime Express gewinnt das Schwedische Travkriterium

Zudem soll erwähnt sein, dass etwa erst 2011 ein Vertreter dieser Linie, der Holländer Venividivici Joe, das Hunyady-Gedenkrennen gewinnen konnte. Oder Anastasia Fella eine der besten Vertreterinnen des französischen Jahrgangs 2010 ist. Oder 2012 die Stute Red Red Red die Schwedischen Travstoet gewann. Oder …


Liste großer Gewinner der Sophronia-Mutterlinie


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© Nikolaus Matzka 2013–2017